Next World of Working

Teamgnesda gestaltet integrale Arbeitswelten. „Weil wir Freude daran haben, wenn Mensch und Organisation stark sind“. Die integrale Theorie nach Ken Wilber und das Konzept integral evolutionärer Organisationen nach Frederic Laloux bilden die wissenschaftliche Grundlage. Integrale Arbeitswelten beginnen beim Individuum. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter soll seine persönlichen Werte, seinen inneren Antrieb kennen, um in seiner Ganzheit in Wirkung zu kommen. Jeder, der sein Warum kennt, wird persönlichen Selbstwert, Sinn und Selbstbewusstsein entdecken und in seine Kraft kommen. Organisationen sind vielmehr selbststeuernde Organismen, die ihren Sinn, ihre Vision, Mission kennen. Jeder einzelne kennt seinen Anteil am großen Ganzen. Die Selbststeuerung in kleinen vollkommen eigenverantwortlich und damit höchst schlagkräftigen Teams ist das Organisationsmodell. Teams machen sich die Regeln selbst, treffen Entscheidungen nach einem gemeinsam definierten Beratungsprozess, lösen Konflikte und leben eine ausgeprägte Feedback-Kultur. Es gibt keine Stellenbezeichnungen mehr, keine Hierarchien, nur mehr Rollenverantwortliche, die genau wissen, welchen Beitrag sie zu Unternehmenszielen und -entwicklung leisten. Freiheit ist die Grundlage für Kreativität, Innovation und Fortschritt. Selbststeuernde Organisationen entwickeln Momentum, Dynamik und Performance. Diese Arbeitswelten brauchen außergewöhnliche Räume, ein Umfeld, dass die Vorgehensweise fördert, ja geradezu herausfordert. Integral bedeutet aufeinander abgestimmt, vernetzt und jeden Aspekt berücksichtigend im vollen Bewusstsein der möglichen Wechselwirkungen.

Teamgnesda gestaltet integrale Arbeitswelten – räumlich-funktional, architektonisch-gestalterisch, kulturell, wenn es um das Kollektiv und Verhalten der Mitarbeiter geht, sowie individuell, um die Potentiale der Mitarbeiter zur Wirkung zu bringen. Integrale Arbeitswelten entfesseln ungeahnte Stärke. Sie schaffen Excellenz und eine bis dahin nicht dagewesene Leistungsorientierung, die sich in Effizienz, Effektivität und Wirtschaftlichkeit äußert und an Ergebnissen und Output ablesbar ist. Beziehung und Zugehörigkeit zum Team, zur selbststeuernden Organisation, die in aller Klarheit ihre Mission, Vision kennt, zahlen darauf ein. Und jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter kommen in Selbstverwirklichung und Ausgeglichenheit zwischen persönlicher Balance und Flow.

Wir machen das, weil wir an eine Arbeitswelt glauben, in der Erfolg durch Wertschätzung, Verantwortung und Eigeninitiative entsteht. Eine Arbeitswelt, in der Menschen ihre Ganzheit entfalten und in Wirkung kommen, die aus der Gemeinschaft Kraft schöpft und die aus ihrer Haltung Leistung, wirtschaftlichen Erfolg und Innovation generiert.

Mit besten Grüßen
Ihr Andreas Gnesda

MitarbeiterInnen sind der lebendige Teil einer Organisation, einem Gebilde, das vielmehr den Namen Organismus verdient als Organisation. Was macht den Menschen aus? Ich bin ein großer Anhänger der Beschreibung des Menschen auf vier Ebenen:

  • Körper
  • Geist
  • Seele
  • Sein

Da ist die physisch, körperliche Ebene. Die geistige, psychische Ebene umfasst unser Denken. Die seelische Ebene artikuliert sich über Emotion, über Gefühle. Gefühle sind die Sprache der Seele. Die spirituelle Ebene ist die Ebene des Seins. Darin verbirgt sich unsere Orientierung, unsere Ausrichtung, das Ziel unseres Daseins. Viktor Frankl bezeichnet diese Ebene als Transzendenz oder als noetische Ebene und erklärt sie so: Das ist die einzige Ebene, die nicht krank werden kann. Körperlich, psychisch und emotional können wir Menschen erkranken, nicht aber spirituell. Diese Ebene braucht keine Materie, um zu existieren. Frankl sagt, dass Menschen, die total in ihrer Aufgabe oder in einer Beziehung aufgehen, sich selbst total vergessen können, sich selbst nicht mehr wahrnehmen. Sie sind dann in Transzendenz. Ein Zustand, den  Mihály Csíkszentmihályi als Flow bezeichnet.

Übertragen wir dieses Menschbild auf Organisationen oder besser gesagt auf Organismen sieht es so aus:

  • Infrastruktur, Raum, Fläche, Immobilie
  • Strategie, Führung, Leadership
  • Unternehmenskultur, Verhalten, Kommunikation
  • Werte, Vision, Haltung, Purpose

Der körperliche Teil entspricht der Infrastruktur, die aus Raum, Fläche, Immobilie, Hardware und Technologie besteht. Der geistige Raum liegt in der Strategie, in Führung und Leadership. Die emotionale Ebene ist die Unternehmenskultur, die sich am Verhalten, an der Kommunikation artikuliert. Und die Seinsebene ist in einem Unternehmen die Ebene der Werte, der Unternehmensvision, der Haltung und des Purposes. Es kommt nicht von ungefähr, dass Unternehmen mit starkem Purpose, der sich durch alle Bereiche hindurchzieht, zu den Erfolgreichsten gehören.

Dieses Unternehmensbild auf Basis eines Menschenbildes ist eine wertvolle Anleitung und steht am Anfang einer erfolgreichen Intervention. Unternehmen sind Organismen, die sich aufgrund einer Vision zusammengeschlossen haben, im besten Falle eine Wertgemeinschaft von Menschen, die gleiche Orientierung haben und ein gemeinsames Ziel, eine Vision verfolgen. Dahinter steckt eine starke Sehnsucht der Menschen, die sich verwirklichen wollen in der Sache, im Tun, in der Aufgabe und in der Beziehung. Ein Unternehmen, das einen klaren Seinszweck hat, der für andere etwas Wertvolles hervorbringt, das MitarbeiterInnen die Möglichkeit der Selbstrealisierung bietet und ein Ort der Gemeinschaft, der gemeinsamen Identität und Haltung ist, wird Erfolg ernten.

Betrachten wir diesen Begriff einmal aus anderer Perspektive. Erfolg ist unser aller Ziel. Die häufigsten Antworten von Menschen auf die Frage „Was ist für Dich Erfolg?“ sind Reichtum, Gesundheit, Familie, Glück, Freude, Spaß, Ausgeglichenheit …

Sie beschreiben ein Gefühl für Erfolg. Dieses Gefühl ist aber vielmehr die Folge des Erfolges. Hier sind ein paar Beispiele: Glück resultiert beispielsweise aus dem Erreichen eines Zieles, das kann der Aufstieg auf einen Berg, das Bestehen einer Prüfung, das Erlangen eines großen Auftrages oder der Abschluss eines großen Projektes sein, genauso wie das Zusammenleben in der Familie, mit dem Partner oder der Sieg über eine Krankheit. Freude kann aus Zuneigung, aus Geschenken, aus eingetretenen Umständen genauso wie aus dem Beisammensein in der Familie sowie sozial-karitativen Tätigkeiten resultieren.

Erfolg ist also immer die Folge aus etwas. Daher ab heute die neue Schreibweise Er-folg und der neue Zugang mit der Bereitschaft, dass ganz Vieles in unserem Leben, das täglich auf uns zukommt in der Folge Er-folg für mich produzieren kann. Das kann in der Beziehung zu einem Menschen liegen, in der Beziehung zur Natur, in einer Aufgabe oder in der Einstellung zu einer Herausforderung. Das Leben ist eine Gelegenheit zu etwas. Es beschert uns täglich Gelegenheiten, die wir nur sehen und hören müssen, die für jeden individuell einen Weg zum Er-folg aufzeigen.

Dieser Er-folg macht uns reich. Der Reichtum besteht im Glück, in der Freude, im Gefühl, in der Verbundenheit – Du bist er-folg-reich!

„Integrale Arbeitswelten“ sind neue Führungswelten.

Woran erkennen Sie einen guten Chef, eine gute Chefin. Am großen Zimmer im obersten Geschoß, an den teuersten Möbeln, der besten Kleidung, dem größten Dienstfahrzeug oder an anderen Attributen. Wohl kaum. Auch wenn das für viele Organisationen noch immer stimmen mag, die Zeiten haben sich geändert. Neue Arbeitswelt ist mit dem Wunsch, der tiefen Sehnsucht nach neuer Führung verbunden. Wie sieht diese neue Führung aus? Führen ist Dienen, Führung ist Dienst am Mitarbeiter. Man führt nicht, in dem man mit Druck andere Menschen klein macht. Man führt auch nicht, in dem man Bewunderungszwerge züchtet, denn kleine Mitarbeiter bringen keine großen Leistungen. Führen heißt, Menschen zu entwickeln, sie zu befähigen, sie groß zu machen, ihnen zu helfen zur Entfaltung und Selbstverwirklichung zu finden. Manfred Winterheller hat das Modell der Kontinuum basierenden Führung entwickelt. Aus dem Tierreich abgeleitet kennen wir drei Führungskonzepte. Staatenbildende Insekten, Schwärme wie sie bei Vögeln und Fischen vorkommen und das Rudel, das das organisationale Führungsbild unserer Gesellschaft geprägt hat. Rudel bedeutet, dass es ein Alpha-Tier gibt, das das Rudel beschützt, das für Respekt und Disziplin im Rudel sorgt und damit die Basis für Gemeinschaft und Zusammenarbeit bildet. Dieses Alpha-Tier wird nie ein schlechtes Wort über sein Rudel sagen, das Alpha kennt die Stärken und Schwächen seines Rudels und wird den Bestand und die Sicherheit des Rudels immer an oberste Stelle reihen. Das Alpha hat Vertrauen zu seinem Rudel. Aber nicht nur Vertrauen, sondern auch Zutrauen, darin liegt ein großer Schritt.

Von Manfred Winterheller stammt der multiplikative Führungsstil. Ein Manager der mit seinem Arbeitseinsatz, die Wirkung seiner Mitarbeiter multipliziert, lässt sich anhand eines einfachen Rechenbeispiels darstellen.

Der additive Manager:

10 Mitarbeiter + 1,5 Manger = 11,5 Wertschöpfende (Manager steigert um 10,5 %)

100 Mitarbeiter + 1,5 Manager = 101,5 Wertschöpfende (Manager steigert um 1,5 %)

1000 Mitarbeiter + 1,5 Manager = 1001,5 Wertschöpfende (Manager steigert um 0,15 %)

Der multiplikative Manager:

10 Mitarbeiter x 1,5 Manger = 15 Wertschöpfende (Manager steigert um 50 %)

100 Mitarbeiter x 1,5 Manager = 150 Wertschöpfende (Manager steigert um 50 %)

1000 Mitarbeiter x 1,5 Manager = 1500 Wertschöpfende (Manager steigert um 50 %)

Die mögliche Wirkung eines Managers mit Leadership wird greifbar. Die meisten Manager lieben es, Probleme für ihre Mitarbeiter zu lösen, statt Mitarbeiter zu fördern und zu ermächtigen, selbst über eigene Grenzen hinweg zu wachsen.

Mit „Integraler Arbeitswelt“ ist der Wunsch unserer Gesellschaft und Organisationen nach solchen Führenden untrennbar verbunden. Die Menschen haben sich auch nichts anderes verdient.

Kultur artikuliert sich ganz stark im Verhalten. Wie gehen Mitarbeiter miteinander um, wie begegnen wir Gästen und Besuchern, wie ist unsere Sprache. Kommunikation ist einer der stärksten Verhaltensbotschafter. Bedauerlicherweise versuchen wir den Verhaltensteil laufend mit Regeln und Policies in den Griff zu bekommen. Überbordende Regelwerke sind die Folge. Das lässt sich auch sehr gut in Verwaltung und Politik beobachten. Die Anzahl an Vorschriften und Gesetzen wächst und wächst, ist mittlerweile unüberschaubar, erschlagend, lediglich die Wirkung wird immer schwächer.

Ursache dafür ist, dass jegliches Verhalten sich aus Haltung ableitet. Unter Haltung verstehen wir Einstellung und Orientierung aufbauend auf Identität. Grundlage für diese Haltung sind Werte. Werte sind in uns tief verankert. Sie entspringen unserer Identität, also allem was uns vor und während der Kindheit geprägt hat. Und diese Werte sind unglaublich stark, denn sie erzeugen in jedem von uns individuellen Sinn, Selbstrealisierung und Selbstverwirklichung.

Wenn man auf der Verhaltensebene nachhaltig Änderung generieren will, dann geht das nur durch Intervention auf der Werteebene. Persönliche Werte und Werte des Unternehmens sind zu kennen, sie sind das WHY, darin stecken Antrieb, Begeisterung und Leidenschaft.

Lassen Sie uns jetzt gemeinsam in den infrastrukturellen Teil der Wissensarbeitswelt eintauchen, in das Bürogebäude, den sichtbaren Teil. Herkömmliche Zellen-, Gruppen- Kombi- oder Großraumbüros gehören der Vergangenheit an. Open space, Desk-Sharing, Coworking sind nur Schlagworte einer neuen Arbeitswelt, die sich in hohem Maße durch neue Räume manifestiert.

Eine tätigkeitsbasierte Arbeitswelt ist die Grundlage für „Integrale Arbeitswelten“. Dabei analysieren wir die Prozesse einer Organisation insoweit, als dass wir uns anschauen, welche Tätigkeit am ehesten geeignet ist, um den Prozess optimal umzusetzen. Ist es die konzentrierte Einzelarbeit, ist es das konzentrierte Telefonieren, sind es Videotelefonate, ist es Projekt-Teamarbeit oder lässt sich der Prozess am besten kommunizierend erfüllen. Jede dieser Tätigkeiten hat ein optimales räumliches Umfeld, das die Umsetzung der Tätigkeit fördert. Denken Sie nur an Kommunikation und unterschiedliche Kommunikationsanlässe. Für ein konzentriertes Mitarbeitergespräch, ein Kreativ-Work-Shop, ein Board-Meeting, ein Projekt-Meeting, eine Präsentation, einen Vortrag oder für einen kurzen Austausch über die Erlebnisse vom letzten Wochenende haben sie jeweils an anderes räumliches Bild im Kopf und das ist gut so. Denn das Umfeld ist im besten Fall unterschiedlich und entspricht so viel mehr ihren Anforderungen.

Tätigkeitsbasierte Arbeitswelt bedeutet, aus den Prozessen der Organisation die Tätigkeiten abzuleiten und für jede dieser Tätigkeiten ein optimales räumliches Umfeld zu definieren. Diese sich daraus ergebenden Raummodule werden zu einem Gesamtbild, einen „Integrale Arbeitswelt“-Bürokonzept zusammengefügt.  In den meisten Fällen wird festgestellt, dass sie nur sehr wenig Zeit am Schreibtisch im engeren Sinn verbringen, die Grundlage für ein „vernünftiges“ Desk-Sharing ist damit gelegt. Tätigkeitsbasiertes Arbeiten bedeutet, dass ich je nach Arbeits- und Prozessschritt das richtige Umfeld wähle, das meine Tätigkeit begünstigt. MitarbeiterInnen wird dabei sehr schnell klar, dass diese Module nur geteilt werden können, das also nicht jeder über das Gesamtangebot exklusiv verfügen kann. Wir haben in den letzten Jahren viele Organisationen kennenlernen dürfen und in der Regel verbringen MitarbeiterInnen kaum mehr als ein Drittel ihrer Zeit wirklich an ihrem traditionellen Schreibtisch. Das macht keinen Sinn. Es leuchtet schnell ein, den Schreibtisch doch lieber mit anderen Kollegen zu teilen und dafür auf ein ganz anderes, reichhaltiges Angebot an weiteren Raum- und Tätigkeitsmodulen zurückgreifen zu können.

Extrem spannend ist, dass fast alle „Integrale Arbeitswelt“-Projekte beim Raum beginnen. Der Wunsch nach neuer Arbeitsumgebung wird artikuliert. „Ich hätte gerne ein Büro wie Microsoft“, das habe ich schon so oft gehört. Es ist jedenfalls sehr aufschlussreich, die Hintergründe und Motive zu hinterfragen. Warum willst Du ein Büro wie Microsoft, was erwartest Du dir von einem Büro wie bei Microsoft? Wir sind dann sofort auf der Verhaltensebene, der ich mich in einem weiteren Teil widmen möchte. Raum ist eine der stärksten Artikulationen von Kultur. Raum macht Kultur erfassbar und ist eine extrem starke Aussage. Daher ist der Wunsch nach Veränderung wohl oft anfänglich an die Veränderung von Räumen gekoppelt. Das ist gut nachfühlbar, was die Intervention betrifft aber sicherlich nicht ausreichend, wenn es um die Wirkung geht. Wir haben in den letzten Jahren hunderte Unternehmen auf dem Weg in eine neue Arbeitswelt begleitet. Wenn wir nicht nachdrücklich auf der Verhaltens- und Führungsebene gewirkt hätten, hätten wir die Erwartungshaltung unserer Kunden niemals erfüllen können.

Lokalaugenschein Österreich Gespräche: Bürgerinnen und Bürger trotzen der Politikverdrossenheit

Hochsommer, Urlaubszeit, die heißesten Tage des Jahres und die politische Akademie lädt in ganz Österreich zu Österreich Gesprächen ein. In Wien kommen mehr als zweihundert Gäste, der Saal ist so voll, dass in einem zweiten Raum ein Bildschirm aufgestellt wurde, um allen Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, den Vorträgen zu folgen. Nach Begrüßung durch Bettina Rausch und einer kurzen Keynote von mir zum Thema Unternehmertum werden neun Arbeitsgruppen gebildet zu Themen wie Unternehmertum, ökosozialer Wirtschaftsstandort, Sicherheit, Integration, Sozialsystem, Pensionen und einem neuen Stil in der Politik. Es hat noch immer weit über dreißig Grad Celsius und es wird gearbeitet, diskutiert, es werden Lösungsvorschläge eingebracht, alte Systeme verworfen, Initiativen ergriffen. Man ist bereit, Beitrag zu leisten, sich einzubringen, zu unterstützen, mitzuarbeiten und das alles für die Zukunft unseres Landes.

Diesen Österreicherinnen und Österreichern ist zu danken. Ihnen ist bewusst, dass wir in einem großartigen Land leben. In einem Land der Naturschönheiten von den Schilflandschaften des Neusiedler Sees bis zu den Hohen Tauern, einem Land der Sicherheit, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit, in einem Land der Musik von Mozart, Strauss über Falco bis Conchita Wurst, in einem Land der Wissenschaft und Forschung, das einundzwanzig Nobelpreisträger hervorgebracht hat, in einem Land der Kunst, Kultur und Baudenkmäler, in einem Land, in dem Leistung etwas zählt und in dem man sich mit seiner Arbeit verwirklichen kann, in einem Land der Weltmarktführer, einem Land der Genüsse, der Kulinarik und einem Land der Geselligkeit und Freundschaft.

Diese Bürgerinnen und Bürger wollen nichts von Politikverdrossenheit wissen, sie sind bereit, Verantwortung für dieses Land zu übernehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sind sie gekommen, weil sie die Zukunft mitgestalten wollen, statt im Bad zu liegen und bei kühlendem Bier zu sudern, zu jammern und über andere zu schimpfen. Viele enttäuschende Jahre des Stillstandes, in denen Österreich in internationalen Rankings zurückgefallen ist und verloren hat, könnten jetzt vorbei sein. Unser Land braucht Veränderung und viele Menschen sind bereit, in diese Veränderung zu investieren, ihren persönlichen Beitrag zu leisten und Initiative zu ergreifen. Sebastian Kurz, eine dreißigjährige Persönlichkeit, die mehr Leadership hat als so mancher langjährig agierende Manager oder Politprofi, lässt eine Woge der Hoffnung aufkommen, dass endlich das geschieht, was notwendig und vernünftig ist. Eine Bewegung entsteht, das Land wird von einer Welle der Veränderung erfasst. „Ich bin dabei“ ist der Slogan und viele sind dabei.

Ich bin stolz und dankbar Österreicher zu sein! In den letzten Wochen ist eine Stimmung entstanden, die Vertrauen, Zuversicht und Zukunftsorientierung wachsen lässt. Ich glaube an dieses Land, das sich in allen Vergleichen einen Platz unter den Besten verdient hat. Jeder von uns ist ein Teil dieses Landes und macht dieses Österreich aus. Wenn mich meine Enkelkinder und vielleicht sogar meine Urenkel einmal fragen werden, was die positive Veränderung in Österreich und Europa am Beginn dieses Jahrhunderts gebracht hat, möchte ich sagen „Ich war dabei!“

Lasst uns die Gelegenheiten, die uns dieses Land bietet, nützen. Die berühmte und höchst erfolgreiche Unternehmerin Coco Chanel brachte es auf den Punkt: „Ich bereue nichts im Leben, außer dem, was ich nicht getan habe.“

Aktuelle sind es Trends, Markt- und Gesellschaftsentwicklungen, die den Fortschritt in der „Neuen Arbeitswelt“ generieren. Sie lassen sich in vier großen Kategorien zusammenfassen: 4-D steht für Digitalisierung, Demokratisierung, Dynamisierung und Distanzierung.

Da ist an erster Stelle jedenfalls die Digitalisierung. Plötzlich können wir unabhängig von Zeit und Ort arbeiten, alle Daten und Informationen sind jederzeit und allerorts verfügbar. Das eröffnet neue Dimensionen. Die Speicherung und Verarbeitung der durch unser Tun und Handeln generierten Daten wird uns in den nächsten Jahren von einer zur nächsten unerwarteten Überraschung führen.

Unter Demokratisierung verstehen wir vor allem die Anforderung an ganz neue Führung, an Leadership-Skills, mehr dazu folgt. Nur jeder zehnte Arbeitnehmer ist noch bei dem Arbeitgeber beschäftigt, bei dem er sein Arbeitsleben begonnen hat. Der Job bei einer Firma auf Lebenszeit ist Geschichte. Menschen und Mitarbeiter sind viel mobiler geworden. Der psychische Druck nimmt zusehends zu, die Anzahl der psychischen Erkrankungen hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Unternehmen haben erkannt, dass informelle Kommunikation Innovation generiert und setzen auf Zonen und Bereiche, die diese informelle Kommunikation fördern, ja geradezu herausfordern.

Die Distanzierung spiegelt sich in der erschütternd niedrigen emotionalen Bindung der MitarbeiterInnen zu ihren Unternehmen wider. In Deutschland sind es nach Gallup gerade mal 16 % der MitarbeiterInnen, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 84 % eine geringe oder keine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben. Der Kampf um junge MitarbeiterInnnen ist im „War for talents“ zur Realität geworden. Mehr als ein Viertel aller ArbeitnehmerInnen arbeiten in atypischen Arbeitsverhältnissen. Die mitteleuropäischen Gesellschaften sind von starker Migration betroffen, Eheschließungen sinken und Haushaltsgrößen werden kleiner, der Singlehaushalt beherrscht die Gesellschaft.

Wenn wir von Dynamisierung sprechen, so wissen wir heute, dass Umgebung und Raum nachweislich einen positiven Einfluss auf Arbeit und Leistung liefern. Neun von zehn Mitarbeitern sagen, dass sie ihre besten Ideen nicht am Arbeitsplatz sondern an ganz anderen Orten haben, unter der Dusche, am Sofa, beim Sport, beim Lesen etc. Drei von fünf Studenten wollen unabhängig von Arbeitszeit und Arbeitsort arbeiten. Sie nutzen dritte Orte für Inspiration, Idee und als motivationsfördernde Umgebung. Anforderungen und Wünsche der jüngsten Generationen sind anders. Da ist wieder viel mehr Interesse an Qualität, an Familie, an wertvoller Beziehung und Ausgeglichenheit spürbar.

Diese Trends, Marktentwicklungen und Motive begleiten uns beim Fortschritt in der neuen Arbeitswelt. Die Digitalisierung gibt den Takt an und so wie sie die letzten zwanzig Jahre bahnbrechende Veränderungen gebracht hat, so werden die Veränderungen der nächsten Jahre sicher noch viel tiefgreifender und wirksamer sein. Machen wir uns darauf gefasst. Wehren wollen und können wir uns nicht, ziehen wir die unglaublichen Vorteile aus dem Fortschritt.

 

Für unsere Interessensvertreter, die sich aufopfernd um unsere Sorgen kümmern, die wir ohne ihren Aktionismus nicht hätten

Drei von fünf Studenten wollen in ihrem Berufsleben unabhängig vom Arbeitsort und von Arbeitszeit arbeiten. Nach der kürzlich veröffentlichten Market-Studie würden 90 % der ÖsterreicherInnen phasenweise bis zu zwölf Stunden arbeiten, wenn sie einen zusätzlichen freien Tag und mehr Freizeit gewinnen könnten. 87 % der ArbeitnehmerInnen sind überzeugt, dass flexiblere Arbeitszeiten ihren Job sichern.

In Österreich entscheidet der Gesetzgeber über die Gestaltung unseres Arbeitslebens. 10 Stunden am Tag sind das Maximum. Damit sind wir mit Portugal europäisches Schlusslicht, was Flexibilität betrifft. In Belgien und der Schweiz sind es 11 Stunden, in den Niederlanden 12, in Italien, Irland, Großbritanien und Dänemark 13. In Finnland, Kroatien, Spanien und Schweden sind die Menschen wohl reifer, denn dort gibt es keine tägliche Höchstarbeitszeit. Unser Nachbarland Deutschland lässt kollektivvertragliche Vereinbarungen zu, die Anzahl der bezahlten Überstunden ist dort von 1.106 Mio im Jahr 2000 auf 764 Mio im Jahr 2015 gesunken. Entspricht das noch einem aufgeklärten Menschenbild des 21. Jahrhunderts, dass man uns die „Freiheit“ auf Arbeit nimmt?

Nun zu den Sorgen. Die Wirtschaft boomt, aber nicht bei uns. Wen wunderts? Sogenannte Interessensvertreter, die über viel zu große finanzielle Mittel verfügen, die aus Zwangsmitgliedsbeiträgen stammen – also wir können uns nicht mal aussuchen, ob wir unsere Interessen durch Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Co vertreten lassen wollen – machen politische Arbeit. Mit dem Geld und der politischen Arbeit werden Vorschläge gemacht und noch viel mehr Veränderungen blockiert, die Wirtschaft und Wohlstand fördern könnten. Die Folge daraus sind Stagnation, schlechte Stimmung, Realeinkommensverluste und Abwanderung. Das gibt den Interessensvertretern den Raum, sich artikulieren zu können, Schuldige zu identifizieren und für die Interessen ihrer Mitglieder einzutreten. Wenn sie zielgerichtet und konstruktiv zusammenarbeiten würden, wäre das alles nicht nötig. Ein paradoxes System, das sich selbst erhält und den Fortschritt blockiert. Die Sozialpartnerschaft ist ein großes Projekt des Nachkriegsösterreichs. Ohne diese Zusammenarbeit wäre ein Aufbau des zerstörten Österreichs niemals in der Form und Geschwindigkeit möglich gewesen. Dieses Projekt ist aber seit Jahren abgeschlossen, die Sozialpartnerschaft muss neu definiert werden.

Und falls das manche vergessen haben: Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich längst nicht mehr an den engen Rahmen halten, sind die einzigen, die in diesem Land für Wertschöpfung sorgen und damit Wohlstand generieren. Staat und Interessensvertreter geben uns ein Rechtssystem, sorgen für Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich, schaffen Infrastruktur auf dessen Boden sich Wirtschaft entwickeln kann. Die vermeintliche staatliche Förderung oder Zuwendung stammt immer aus den finanziellen Mitteln anderer, die vorher brav eingezahlt haben, zugegeben um einen beträchtlichen Teil reduziert durch die Kosten, die wir für die Erhaltung dieses Systems brauchen.

Zuguterletzt: auf betrieblicher Ebene funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sehr gut und damit viel besser als zwischen den Interessensvertretern. Weil dort Menschen mit Augenmaß und Verantwortung am Werk sind. Ihnen gilt der Dank!

Am Anfang steht eine Beobachtung: Wir machen uns das Leben so schwer. Ständig wird verglichen, gekämpft und gewertet. Die vom Materialismus beherrschte Konsumgesellschaft gibt uns permanent neue innere Aufträge und Impulse zum Kauf, zum Verzehr und zum Konsum. Das Bankkonto kommt nicht mehr mit und fordert uns heraus, mehr zu arbeiten, das Hamsterrad schneller zu drehen. Unsere Körper können die vielen verlockenden guten Verführungen nicht mehr aufnehmen. Trägheit, Übergewicht und daraus resultierende Erkrankungen sind die eine Seite, der ständig steigende Konsum von Ersatzbefriedigungen und Drogen die andere. Der Medien- und Informationskonsum übersteigt unsere Aufnahmefähigkeit, virtuelle und reale Welten verschwimmen zu einer verwirrenden Welt der Illusion, die einen scheinbar dem grauen Alltag entfliehen lässt. Ein Leben in Druck und Stress, in Gier und Egoismus, im Konsumrausch, in Angst und Sorge führt zu Resignation, Depression, und Krankheit.

So ist es sicher nicht gedacht. Der Begriff Wirtschaften leitet sich aus den beiden Worten „Wert schaffen“ ab. Die Identifikation eines Wertes gepaart mit dem Bedürfnis nach Umsetzung erzeugt Sinn, das Erreichen des Zieles vermittelt Zweck. Es sind Werte, die uns in unserem Leben antreiben, deren Realisierung Gefühle von Glück, Freude und Geborgenheit bescheren. Zwei Wege führen uns zum Sinn. Der erste liegt in unserer schöpferischen Kraft, in der Bewältigung großer Aufgaben, in der Schaffung großer Lösungen, im Erreichen gesetzter Ziele. Der zweite Weg liegt in der Beziehung zu Menschen oder auch zu Natur, Kunst und Musik. Das erste Mal in unserem Dasein sind wir im Mutterleib mit diesen beiden Lebensenergien konfrontiert, dort heißen sie Wachstum und Liebe.

In der Welt des Wirtschaftens sind wir dabei, die Dringlichkeit des Wertschaffens zu erkennen. So sind es zunehmend Unternehmen, die besonders erfolgreich sind, weil sie basierend auf einer guten Geschäftsidee Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich zu verwirklichen, Selbstrealisierung zu erfahren, das anerkennen und jeden Mitarbeiter wissen lassen, dass er ein wichtiges und unverzichtbares Rädchen in einem großen Uhrwerk ist und Unternehmen, die Menschen einen Ort der Gemeinschaft, des sozialen Austausches und einer Unternehmenskultur basierend auf Werten bieten.

Die Lösung der schwierigsten Fragen unserer Zeit liegt längst in uns: Im Lukasevangelium heißt es „Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? Antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe Hier! Oder das ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ Das Himmelreich, die Erlösung liegt also in uns selber.

Daher der Appell an alle, die es noch nicht wissen: Lebt und liebt aus Euch, aus dem Reich Gottes in Euch und gebt der tiefen Sehnsucht unserer Gesellschaft nach einer „neuen Arbeitswelt“ Raum, einer Arbeitswelt, die die große Chance zu einem sinnerfüllenden und liebevollen Leben wahrnimmt und den Menschen damit Orientierung, Hoffnung und Glauben vermittelt.

Liebe Freunde und Geschäftspartner!

Sinnvollere Arbeitswelten, Berufung im Beruf zu finden und Unternehmertum: Das sind die Themen, die mir sehr am Herzen liegen.

Ich habe dazu ein neuartiges tiefgehendes Seminar entwickelt.
Der Tag wird neben
Methode und Anleitung auch Motivation und Mut bringen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns sehen! (Einladung und Anmeldung)

Lassen Sie sich durch dieses Video inspirieren:

 

 

Termin: Mittwoch, 16. November 2016, 09:00 bis 15:30 Uhr
Ort: Österreichischer Gewerbeverein, 1010 Wien, Eschenbachgasse 11
Anmeldung

Liebe Grüße

Andreas Gnesda
www.teamgnesda.com
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